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Die vielleicht verstrahlten Schuhe

Die Schuhe, die ich bei der Recherche um Fukushima herum getragen habe.

Die Schuhe, die ich bei der Recherche um Fukushima herum getragen habe.

Da liegt es jetzt in einer Plastiktüte im Schrank – das Paar Schuhe, das ich auf Recherche in der Präfektur Fukushima getragen habe. Was mache ich jetzt damit? Ich denke, dass die Fußkleider keine nennenswerte Menge radioaktiver Isotope abbekommen haben. Doch ganz auszuschließen ist eine höhere Belastung nicht – schließlich hat das japansische Amti für Reaktorsicherheit an einigen Orten in meinem Recherchegebiet mehrere Millionen Becquerel pro Quadratmeter Boden gemessen.

Derzeit habe ich vor, die Schuhe einfach weiter zu benutzen. Aller vernünftiger Wahrscheinlichkeit nach ist schließlich nichts dran.

Es ist dagegen keine gute Option, sie wegzuwerfen. Ich sehe hier öfters alte Männer, die den Müll unserer Wohnanlage nach brauchbaren Gegenständen durchwühlen. Da die Schuhe noch ziemlich brauchbar sind, würden sie vermutlich in fremden Händen landen. Und ob ich nun ein kleines Risiko von niedriger Strahlenbelastung auf mich nehme oder andere Leute einer Gefahr aussetze, das sind zwei verschiedene Sachen. Außerdem weiß ich gar nicht, was die Stadt Peking mit dem Müll generell so macht.

Ich könnte ein örtliches Krankenhaus fragen, ob die Fachleute in der Radiologie einfach mal nachwessen, ob was Strahlendes dranhaftet.

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