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Wohnung gefunden!

Meine Wohnungssuche ging ziemlich schnell — und im Nachhinein hat es sich als richtig erwiesen, die alte Wohnung zu kündigen. Meine neue Adresse liegt nur einige Kilometer von der alten entfernt. Von dort kann ich in wenigen Minuten zu Fuß zur Arbeit gehen. Die Wohnung selbst ist auch klasse: 140 Quadratmeter, Holzfußboden, Blick über den Chaoyang-Park und die Stadt, guter Schnitt und Hausgeräte von Siemens. Das ganze zu dem gleichen Preis, den die geizige Vermieterin meiner Vorwohnung für viel schlechtere Leistung wollte.

Das Geheimnis dieses guten Deals: Die neue Vermieterin (ja, die Besitzerin ist wieder eine Frau) sucht einen Mieter, der die Wohnung pfleglich behandelt. Viele Chinesen, und vor allem chinesische Familien, wohnen ziemlich intensiv und verbrauchen die Fußböden, die Wände und die vorhandenen Möbel ziemlich schnell.

Das mag damit zu tun haben, dass die Urbanisierung des Landes so schnell ging. Eine ganz große Mehrheit der Bevölkerung hat ihre Wurzeln noch auf dem Lande, wo der Fußboden noch kein Ort der blitzblank-hygienischen Perfektion des Meister Proper ist. (Sondern eher gestampfter Lehm, über den Hühner und Schweine laufen.)

Wie dem auch sei, Deutschland steht hier noch für Sauberkeit und Ordnung. Ein properer Deutsche mit Festanstellung und einem seriösen Arbeitgeber, dazu alleinstehend und vor allem ohne Kinder – das klingt nach einem guten Hüter für die Wohnung, bis die Familie der Besitzerin sie selbst braucht. Daher konnte ich einen ordentlichen Rabatt aushandeln.

Comments (3)

Sebastian LiebischApril 7th, 2011 at 08:20

Genau, alle 15 Mio Pekinger(oder wieviele es auch immer sind) haben noch vor 10 Jahren mit Huehnern und Schweinen auf Lehmboeden gelebt und sich entsprechend benommen… subtext: Chinesen sind Schweine.

Hallo Herr Mayer-Kuckuk

Ich muss schon sagen, Ihre oft ziemlich unsachlichen, platten, undifferenzierten ja, in diesem Fall ausserordentlich dummen Schlussfolergungen und Verallgemeinerungen machen mich manchmal ziemlich wuetend. Offenbaren sie doch nicht nur eine ziemlich eklatante Unwissenheit ueber China (Sie sind doch Sinloge?!), sondern auch die Unfaehigkeit (oder Unwillen) sich fundiertes kulturelles, gesellschaftliches, politisches (etc.) Basis-Wissen ueber dieses Land anzuschaffen.

Ich habe wohl mal gehoert, dass Journalisten ziemlich unter Zeitdruck stehen, an die (dummen) Leser denken sollen und aus Platzgruenden oft boese zusammengestrichen werden. Und deswegen sage ich: wenn im Handelsblatt mal der rasende Reporter mit Ihnen durchgeht – ok, geschenkt. Aber in Ihrem privaten Blog erwarte ich dass man spuert, dass Sie sich eine Minute laenger Zeit genommen haben ueber China nachzudenken, Zusammenhaenge zu verstehen und nach Moeglichkeit leserlich und verstaendlich aufzubereiten.

Ihnen zu Gute halte ich, dass ich weiss, wie unfassbar schwierig diese Aufgabe ist. Gerade in China. Des Weiteren kann ich Ihre Liebe fuer Japan sehr gut nachvollziehen. Vielleicht geht es Ihnen manchmal wie mir, dass Sie denken: warum kann China nicht wie Japan sein?! Und ich liebe China ausserordentlich! Aber, bitte seien Sie vorsichtig mit dem was Sie schreiben. China hat eine ausgewogene Berichterstattung verdient. Und die Leser in Deutschland (gerade die des Handelsblatts) sind darauf angewiesen! Ihre Aufgabe ist es m.E.n den dt. Leser ueber China so umfassend, tiefgruendig, multi-perspektivisch und wahr zu informieren, dass er im Alltagsgeschaeft mit Chinesen auf Augenhoehe verhandeln und arbeiten kann.

Sorry, wenn ich mich an diesem kleinen, inhaltlich unbedeutenden Blog-Eintrag so reibe, aber mir ist dieses Problem schon haeufiger in Ihren Artikeln und Kommentaren aufgefallen. Sehr haeufig merkt man, dass Sie ein Problem, eine Fragestellung nicht zuende denken und Ihre Berichte auf in Deutschland allgemeingueltigen “China-Fakten” aufbauen (solche ein Fakt waere z.B.: “In China essen sie Hunde”, oder auch: “China ist eine menschenverachtende Diktatur.”)

Ich weiss, mein kleiner Kommentar (“LOS, schreib einen!”) ist aeusserst scharf formuliert. Aber boese gemeint oder gar persoenlich beleidigend soll meine Kritik nicht sein!

Ich freue mich auf eine Antwort von Ihnen.
Mit freundlichen Gruessen aus Ningbo, Zhejiang

Sebastian Liebisch

PS: kennen Sie die unregelmaessige Kolumne von Christian Y. Schmidt in der taz?

FinnApril 8th, 2011 at 19:10

Hallo Herr Liebisch,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Auch auf die Gefahr hin, dass Sie mich jetzt für noch dümmer halten: Ich wüsste gerne noch, wo das Problem liegt bzw. was Sie anders sehen als ich?

Dass die Urbanisierung in China wahnsinnig schnell ging und viele heutige Großstandbewohner oder ihre Eltern vom Land kommen, geht doch einfach aus der Statistik hervor.

Oder stimmen Sie nicht zu, dass chinesische Mieter ihren Wohnraum sehr intensiv in Anspruch nehmen?

Was ich ganz witzig finde: Alle Aussagen in diesem Blogeintrag stammen von Chinesen. Ich habe sie hier nur wiedergegeben. Meine neue Vermieterin hat selbst gesagt, dass ihr ein deutscher Mieter sehr recht ist.

Auch auf die schnelle Urbanisierung als Erklärung für manchen Unterschied zwischen (beispielsweise) Tokio und Peking hat mich ein chinesischer Bekannter gebracht.

Bitte kommentieren Sie weiterhin kräftig! Ich freue mich auf die Diskussion!

Die Kolumnen von Christian Y. Schmidt kenne ich. Auch sie leben von Zuspitzung.

Viele Grüße,
Finn Mayer-Kuckuk

AnonymousSeptember 28th, 2013 at 12:30

chinesen als mieter sind eine pest

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