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Vancouvers Nebel wegen Erdbeben

Neulich morgnes gegen fünf Uhr früh bebte die Erde. Es rüttelte nicht allzu heftig, aber ich laufe dann immer ins Wohnzimmer und schalte den Fernseher ein: Es könnte ja ein Riesenerdbeben in einer anderen japanischen Region sein, dessen Ausläufer in Tokio nur mittelstark zu spüren sind. Viele Japaner machen das. Es könnte Verwandte betroffen sein, oder es könnte ein Tsunami drohen. Das Beben war tatsächliches nur ein schwaches gewesen, aber ich dachte mir, wenn Du schon um diese Zeit auf bist, kannst Du genauso gut auch Olympia gucken.

Es kam zu dieser Zeit aber nur eine Live-Übertragung vom Boardercross, die gerade wegen Nebel unterbrochen war. Das japanische Fernsehen zeigte also… Nebel. Nur ab und zu eine traurige Athletin mit ihrem Snowboard. Zwei Kommentatoren redeten um die Wette, um die Zeit zu überbrücken. Der Nebel hing da aber offenbar schon eine ganze Weile, denn einer der Kommentatoren war schon ganz heiser. “Ja, da wallen gerade ganz neue Schwaden die Berghänge hinunter, und ich sehe, da werden immer noch rote Fahnen geschwenkt.”

Die Organisatoren in Vancouver haben sich möglicherweise gewundert, warum in Japan gerade diese Nebelübertragung so hohe Einschaltquoten hatte.

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