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In Deutschland auch Pokemon?

Die Landschaft rund um Fukui lernte ich bei einem mehrtätigen Ausflug mit einer Schulklasse kennen. Die Regierung bemüht sich in einem Jahrhundertprogramm, Japan internationaler zu machen. Die Kinder sollen sich an Ausländer gewöhnen. Nach meinem Erlebnis mit dem kleinen Mädchen, das schreiend vor Joshua und mir davon galaufen war, sah ich den Sinn des Programms völlig ein und machte mit.
Beim Ausflug trugen alle Kinder gelbe Baseballkappen mit dem Logo ihrer Schule, durften ihre Uniform aber zu Hause lassen. Die Klasse verteilte sich auf mehrere Kleinbusse, weil der Weg zu schmal für einen großen Reisebus gewesen wäre. Die Busse wanden sich durch meterhohe Farne und niedrige Zedern den Berg hinauf. Das Ausflugsheim stand als einstöckiges Holzgebäude mitten im Wald. Dahinter wucherte Bambus, der das Gebäude vielfach überragte. Die Schulklassen kamen an, nahmen das Heim in Betrieb und hinterließen es bei Abreise wieder tip-top. Dass die Schüler ihr Ausflugsheim schrubbten und pflegten, war für sie völlig selbstverständlich.
Wir wanderten alle zusammen ziemlich geordnet die Strecke ab, die der Lehrer vorher in der Karte markiert hatte. Ein kleiner Junge, Kunio-kun, wollte sich trotz aller Sprachbarrieren mit mir unterhalten und stellte eine Menge Fragen zu Deutschland, meinem Bruder, meinen Freunden und meinem Japanaufenthalt. Ob es in Deutschland auch Pokemon gebe? Aber ja. Tamagochis? Auch die! Dann könne der Ort ja nicht allzu schlimm sein, folgerte Kunio .

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