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Deutschlands reife Töchter

Folgende Stelle fand ich in einem japanischen Buch über Deutschland, das sich schon seit Jahren gut verkauft.

Ich traute meinen Ohren nicht, als ich hörte, was deutsche Mütter ihren heranwachsenden Töchtern sagten.

„Benimm’ dich fraulich!“, sagten sie ihren 15-, 16-jährigen Töchtern. Das Wachstum der deutschen Töchter ist dem der japanischen etwa drei bis fünf Jahre voraus.

Die Tochter antwortete: „Ja, mache ich“, oder: „Klar.“

Sie sagten fast nie in trotzigem Ton: „Du nervst“ oder dergleichen Ablehnungen. Woran könnte das liegen? Die heutigen deutschen Töchter sind stark und kräftig. An Geistes- und Körperkraft sowie Intelligenz sind sie den Männern mehr als ebenbürtig. Sie leben in einer Welt der Gleichstellung von Mann und Frau leben, und empfinden es als Diskriminierung, dass nur die Männer Wehrdienst leisten müssen. So sind die kühnen germanischen Töchter wahrlich „blonde Bestien“ (Nietzsche). Wenn die Mutter sie auffordert, sich wie eine Frau zu geben, werden sie nicht böse. Es ist einfach eine Aufforderung, sich in der Öffentlichkeit angemessen zu betragen.

Takashi Oshio: Doitsu no Toshi to Seikatsu-bunka (Deutsche Städte und Lebenskultur), Kodansha 1993, 7. Auflage 2007

Comments (5)

Michael SchlüterMay 3rd, 2010 at 16:41

Dein Blog und dein Buch sind leider nichts weiter als der typische Blödsinn und “gutgemeinte” Rassismus, den man immer wieder von Europäern über Japan zu lesen bekommt. Da sind deine Referenzen – in Japan leben, Japanische Frau, etc. etc. eher noch peinlich, denn du hast trotz allem nichts gelernt. Und der Amazon-Verkaufsrang spricht auch für sich.

FinnMay 6th, 2010 at 10:02

@Michael Schlüter: Hast Du das Buch gelesen?

SteffiAugust 26th, 2010 at 00:42

Also ich fand das Buch klasse und habe viele Parallelen entdeckt, was meine Erfahrungen in Japan angeht.

Elisabeth HemmingDecember 21st, 2010 at 13:57

Ich lebe seit ca. 1 Jahr in Tokyo und kann in dem Buh nichts von einem “gutgemeinten”
Rassismus feststellen. Es sind genau meine Eindrücke, Beobachtungen und Erlebnisse.
Auch ich habe die Phasen “Idealisierung – Desillusionierung weitgehend hinter mir und
arbeite nun an Normalisierung. Das teilweise unsoziale, wegsehende Verhalten habe
ich kennengelernt. Durch Murakami’s Interviews mit den Opfern des Giftgasanschlages
fand ich das bestätigt. Natürlich weiß ich, dass es auch in Deutschland ein Mangel
an Zivilcourage gibt. Aber es fehlt einfach auch an einer öffentlichen Diskussion
darüber. Ich werfe das nicht den einzelnen Menschen vor.
Ich habe viele nette , hilfsbereite Menschen kennengelernt, aber immer innerhalb einer Gruppe.

MikeMarch 21st, 2011 at 05:11

@ Michael Schlüter: Solltest du das Buch gelesen haben, hast du leider weder Inhalt noch Intention des verstanden.

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