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In die Höhe, in die Tiefe, in die Höhe

Goldmünze zum Gedenken an die olympischen Spiele 2008

Schon zu Olympia 2008 hatte China mehr Gold geholt als alle anderen

Chinas Rekordsucht erstreckt sich derzeit in alle Richtungen. Im Weltraum laufen noch die Versuche mit Andockmanövern an der ersten eigenen Raumkapsel “Himmelspalast” – mit der ersten Taikonautin an Bord.

Zugleich erreicht das U-Boot “Jiaolong” (etwa: “Drache der Fluten”) im Marianengraben eine neue nationale Rekordtiefe von knapp siebentausend Metern.

Und während beide Höchstleistungen noch im Gang sind, kündigt die Stadt Changsha an, das  höchste Gebäude der Welt bauen zu wollen. Mit 838 Metern übertrifft es locker den Burj Khalifa in Dubai.

Ich finde diesen Ehrgeiz eigentlich gut – und in vielen Fällen geht es nur darum, zu den Ländern des Westens aufzuholen und China da zu platzieren, wo es historisch hingehört: auf Augenhöhe. Doch andererseits hat dieses Land noch so viele strukturelle Probleme, dass mir bei der Häufung der teuren Prestigeprojekte etwas mulmig wird.

Ein anderer Rekord: Das Longxi-Hotel in der Gemeinde Huaxi (2000 Einwohner) ist 328 Meter hoch

Ein anderer Rekord: Das Longxi-Hotel in der Gemeinde Huaxi (2000 Einwohner) ist 328 Meter hoch

Vielleicht irritiert es mich auch ein wenig, dass die amtliche Nachrichtenagentur bereits schreibt: “Mao wäre stolz auf uns!”

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