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Schule verbietet Gespräche zwischen Jungen und Mädchen

Chinesische MittelschülerLernen ist wichtig. Aber ist es so wichtig, dass im Schülerleben daneben nichts anders übrig bleiben soll? Eine Mittelschule in Ostchina hat Liebeleien zwischen ihren Zöglingen jetzt rundheraus verboten. Das störe bloß den Lerneifer, lautet die Begründung. 

Eine neue Schulordnung listet im Detail auf, was nun alles unter Strafe steht: Gespräche zwischen Jungen und Mädchen, gemeinsame Spaziergänge auf dem Schulhof oder der Aufenthalt in verschiegenen Ecken, wie etwa unter einem Baum. Durch Befragungen hat die Schule festgestellt, dass solche Aktivitäten oft der Anfang einer Beziehung waren.

Hallo? Da hat der Schuldirektor wohl etwas nicht mitbekommen. Teenager sind heute weiter als früher und suchen sich nun einmal immer öfter schon im Mittelschulalter (13-15 Jahre) einen Freund oder eine Freundin. Gegen den Trend hilft auch die Schulordnung nicht.

Statt dessen machen die Verantwortlichen – Lehrer wie Eltern – sich doch nur lächerlich. Vor allem die Begründung klingt seltsam: Eine Beziehung halte die Kinder vom intensiven Lernen ab, das doch der einzige Zwecke der Schulzeit sei. Sollen die Kinder die Mittelschule denn als Pisa-Genies, aber als emotionale Krüppel verlassen?

Und: Wenn die Jugendlichen sich näher kommen wollen – helfen dann wirklich Verbote weiter, oder machen sie das andere Geschlecht nicht nur interessanter? Man könnte sich ja auch einfach nach Schulschluss treffen.

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