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Baby-Doping

Werbung für Milchpulver des US-Anbieters Wyeth in BeijingDie Hersteller von Kindernahrung schießen sich in China derzeit vor allem auf ein Thema ein: Zusatzstoffe, die dem akademischen Erfolg schon der Kleinsten einen Schub geben sollen.

“Wertvolle Amino-Säuren fördern die Verbindung von Gehirnzellen und stärken Lernfähigkeit und -bereitschaft!”, verspricht ein Hersteller. Das Poster zeigt einen Dreijährigen am Flügel, daneben ein stolzer Papa.

Chinas Gesellschaft ist inzwischen dermaßen auf gnadenlose Konkurrenz ausgerichtet, dass selbst das Doping von Babys völlig legitim erscheint. Ich hoffe, die Zusatzstoffe der Babynahrung sind ebenso wirkungslos wie unschädlich.

Statt mit glücklichen, selbstbewussten Babys werben die Firmen mit guten Noten und größerer Lernbereitschaft.

Außerdem stellen sie groß heraus, dass sie ausschließlich importierte Milch als Grundstoff für das Pulver verwenden. Hier schließt sich der Kreis, denn das wichtigste Ziel für chinesiche Eltern ist es, ihren Nachwuchs auf Hochschulen in Übersee unterzubringen.

Ausländische Milch für das Ziel der ausländischen Uni!

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