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Mayo gegen Wasabi

Es ist manchmal schwer, Besuchern aus Deutschland mein Tokio zu zeigen. Vorher sagten alle, sie freuen sich auf das Essen, die seltsame Atmosphäre und die vielen Menschen. Wenn sie dann im realen Japan herumliefen, wirkten sie oft weniger begeistert. Erst schmeckte ihnen roher Seeigel zu meerig, dann glitschte ihnen Oktopus mit Wasabi zu schleimig und überhaupt stank alles zu fischig. Manchmal treten auch handfeste Probleme auf. Japanisches Essen: ja, aber möglichst nur, wenn es schmeckte wie beim Japaner zu Hause. Meine Schwägerin aus den USA wunderte sich, dass es keine Avocado-Rollen und keine Gemüse-Teigtäschchen gab. „Aber das sind doch typisch japanische Gerichte!”, insistierte sie ungläubig. „Das gibt es in New York bei jedem Japaner, und ich finde es wunderbar.”

Nun, in Tokio hätte sie lange suchen müssen, um Gemüse-Gyoza zu finden. Ich fütterte die Vegetarierin stattdessen mit Tofu.

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