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Vorhin, auf dem Weg durch die Stadt

Taxi in Peking

Taxi in Peking

Nach dem Einsteigen ins Taxi sagte ich dem grummeligen Mann am Steuer, wo ich hinwollte. Er kannte das Ziel nicht, obwohl ich ihm einen Zettel mit chinesischen Schriftzeichen unter die Nase hielt.

Das passiert oft. Peking ist sehr groß, es gibt oft keine vernünftigen Straßennamen und die meisten Fahrgäste wissen entweder, wo sie hin müssen, oder sie wollen an die immer gleichen 20 Ziele.

Da der Fahrer also mein tatsächliches Ziel nicht kannte, wendete ich die übliche Ausweichstrategie an. Ich sagte ihm eine Landmarke in der Nähe. „Also bringen Sie mich erstmal nach Dongsi Shitiao, bitte.“

(Ach ja, am Rande: Eigentlich habe ich mir vorgenommen, nicht übers Taxifahren zu schreiben. Jeder Besucher des Landes hat seine Erlebnisse mit den Taxifahrern. Überhaupt ist der Zugang vieler Journalisten zu einem fremden Land viel zu oft der Taxifahrer. Was soll ich da auch noch drüber schreiben? Aber die bittere Realität sieht so aus, dass es sich nicht vermeiden lässt. Wir verbringen in Peking schließlich einen signifikaten Teil unserer Zeit in Taxen im Stau.)

Wir kämpfen uns also durch den Stau auf diese bekannte Kreuzung zu, wo der Fahrer Anstalten macht, anzuhalten. „Nee, Meister, hier fahren wir weiter, und wir müssen da drüben auf die andere Straßenseite und dann in die Seitenstraßen.“

Daraufhin grunzt er und ranzt mich an: „Wenn Du gar nicht nach Dongsi Shitiao wolltest, warum sagst Du dann nicht von Anfang an, wo Du hin  willst?“

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