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	<title>Peking Total</title>
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	<description>Erlebnisse einer Langnase</description>
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		<title>Besuch beim Getränkehersteller Wahaha</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 02:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Coca-Cola will die Welt erobern, Nestle kommt dicht dahinter. Doch der größte Getränkemarkt der Welt hat ein Bollwerk gegen den amerikanisch-europäischen Brausimperialismus: Wahaha. So heißt der größte Softdrinkhersteller des Landes. Einige Eindrücke. Werk hier in Hangzhou ist riesig &#8211; und fast vollautomasiert. In einer langen Produktionshalle stehen nur vier Mitarbeiter und schauen den Maschinen bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="1337567214984.jpg" class="alignnone" alt="image" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/wpid-1337567214984.jpg" /></p>
<p>Coca-Cola will die Welt erobern, Nestle kommt dicht dahinter. Doch der größte Getränkemarkt der Welt hat ein Bollwerk gegen den amerikanisch-europäischen Brausimperialismus: Wahaha. So heißt der größte Softdrinkhersteller des Landes. Einige Eindrücke.<img title="DSC_0177.JPG" class="alignright" alt="image" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/wpid-DSC_0177.jpg" /> </p>
<p><span id="more-1644"></span></p>
<p><img title="DSC_0172.JPG" class="alignnone" alt="image" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/wpid-DSC_0172.jpg" /></p>
<p><img title="DSC_0171.JPG" class="alignnone" alt="image" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/wpid-DSC_0171.jpg" /> Werk hier in Hangzhou ist riesig &#8211; und fast vollautomasiert. In einer langen Produktionshalle stehen nur vier Mitarbeiter und schauen den Maschinen bei der Arbeit zu.</p>
<p>Der Marktanteil in China liegt bei zehn Prozent &#8211; Weltweit ist Wahaha die Nummer vier bei Softdrinks. Der Fokus leigt bei Milchdrinks und Grüntee in Flaschen.<img title="1337568362214.jpg" class="alignleft" alt="image" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/wpid-1337568362214.jpg" /> </p>
<p>Das Unternehmen beschäftigt 30000 Mitarbeiter und stößt jährlich 15 Millionen Tonnen Getränke aus.<img android-uri="content://media/external/images/media/52" /> </p>
<p>Das hier ist eine wirklich gute Konsumgüterfirma. China hat immer mehr solcher Unternehmen: hochprofitabel, beste Arbeitsbedingungen, verantwortungsvolle Rolle in der Gesellschaft, umweltbewusst. Der Markenname ist in China gut eingeführt und wird sorgfältig gepflegt.</p>
<p>Also ganz anders als die verbreiteten Klischees von China.</p>
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		<title>Tolle Unterkunft in Hangzhou: Dahua Hotel</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 01:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gastro]]></category>

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		<description><![CDATA[Direkt am Südufer des berühmten Westsees in Hangzhou liegt das Dahua-Hotel. Es ist nicht ganz billig, aber die Lage mit Blick über den geheimnisvollen Dunst des Sees ist sensationell, zudem ist es umgeben von netten Cafes und Restaurants am Seeufer. Der Läden ist luxuriös und freundlich, doch eher auf chinesische Touristen ausgerichtet. Es gibt beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Direkt am Südufer des berühmten Westsees in Hangzhou liegt das Dahua-Hotel. Es ist nicht ganz billig, aber die Lage mit Blick über den geheimnisvollen Dunst des Sees ist sensationell, zudem ist es umgeben von netten Cafes und Restaurants am Seeufer.</p>
<p>Der Läden ist luxuriös und freundlich, doch eher auf chinesische Touristen ausgerichtet. Es gibt beim Frühstück keinen Kaffee und das Personal spricht besser Chinesisch als Englisch.</p>
<p>Dafür ist das Essen am Seeufer wirklich lecker.</p>
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		<title>Deutschland hat keinen Fünfjahresplan</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 07:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[On the go]]></category>

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		<description><![CDATA[Verwirrung bei jungen chinesischen Klimaexperten im Gespräch mit deutschen Kollegen: Deutschland hat wirklich keinen Masterplan aus Berlin, der den Ländern und Gemeinden vorschreibt, welche Zahlenziele sie erreichen sollen. Kopfschütteln. In Deutschland entscheidet jede Gemeinde selbst, wie umweltfreundlich sie sein will. Trotzdem übertrifft das ganze Land die nationalen Rahmenziele. &#8220;Bottom up&#8221; nennt der deutsche Botschafter das.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verwirrung bei jungen chinesischen Klimaexperten im Gespräch mit deutschen Kollegen: Deutschland hat wirklich keinen Masterplan aus Berlin, der den Ländern und Gemeinden vorschreibt, welche Zahlenziele sie erreichen sollen.</p>
<p>Kopfschütteln. In Deutschland entscheidet jede Gemeinde selbst, wie umweltfreundlich sie sein will. Trotzdem übertrifft das ganze Land die nationalen Rahmenziele.</p>
<p>&#8220;Bottom up&#8221; nennt der deutsche Botschafter das.</p>
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		<title>Chinas Interesse an Deutschlands Erfahrung mit Kohle</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 07:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[On the go]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer noch auf der Klima-/Städtebaukonferenz in Hangzhou. Der Bürgermeister von Bottrop, Bernd Tischler, hat gerade zum Wandel der Wirtschaft in seiner Stadt gesprochen. Die chinesischen Teilnehmer haben riesiges Interesse am Wandel von Kohle zu sauberer Industrie im Ruhrgebiet. Viele Gegenden in China stehen vor ähnlichen Problemen, wie Deutschland sie seit den 80er-Jahren zu lösen versucht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0314.jpg"><img src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0314-150x150.jpg" alt="" title="" class="attachment" /></a></div>
<p>Immer noch auf der Klima-/Städtebaukonferenz in Hangzhou. Der Bürgermeister von Bottrop, Bernd Tischler, hat gerade zum Wandel der Wirtschaft in seiner Stadt gesprochen.</p>
<p>Die chinesischen Teilnehmer haben riesiges Interesse am Wandel von Kohle zu sauberer Industrie im Ruhrgebiet. Viele Gegenden in China stehen vor ähnlichen Problemen, wie Deutschland sie seit den 80er-Jahren zu lösen versucht.</p>
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		<title>Klimawandel am Westsee in Hangzhou</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 06:59:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[On the go]]></category>

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		<description><![CDATA[In Hangzhou nehme ich an einer Koferenz zu umweltfreundlicher Stadtplanung teil. Sie ist organisiert von der Mercator-Stiftung zusammen mit der Allchinesischen Jugendliga. Die Stadt bietet viele tolle Beispiele dafür, wie man es besser machen kann. An jeder Ecke findet sich eine Station mit kostenlosen Leihfahrrädern &#8211; bald sollen es 100.000 sein. Außerdem sind fünf neue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0304.jpg"><img src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0304-150x150.jpg" alt="" title="" class="attachment" /></a></div>
<p>
<div style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0306.jpg"><img src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0306-150x150.jpg" alt="" title="" class="attachment" /></a></div>
<p>
<div style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0307.jpg"><img src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0307-150x150.jpg" alt="" title="" class="attachment" /></a></div>
<p>In Hangzhou nehme ich an einer Koferenz zu umweltfreundlicher Stadtplanung teil. Sie ist organisiert von der Mercator-Stiftung zusammen mit der Allchinesischen Jugendliga.</p>
<p>Die Stadt bietet viele tolle Beispiele dafür,  wie man es besser machen kann. An jeder Ecke findet sich eine Station mit kostenlosen Leihfahrrädern &#8211; bald sollen es 100.000 sein. Außerdem sind fünf neue U-Bahnlinien im Bau.</p>
<p>Dreckige Industrie hat die Stadt mit hohen Steuern vertrieben und damit zu einem modernen, klimaschonenden Neuaufbau gezwungen.</p>
<p>Viele Ideen hier würde ich auch Peking empfehlen: die Räder, die elektrischen Minibusse, die neuen Stadtzentren, die Leben und Arbeiten verbinden.</p>
<p>Wer sich aus deutschen Mainstream-Medien informiert, unterschätzt mit Sicherheit, wie viel China schon für den klimafreundlichen Umbau von Wirtschaft und Städten tut.</p>
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		<title>Lammfleischspieße in Xinjiang</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 07:58:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Man soll ja vor Ort immer das essen, was man vor Ort essen soll. In Xinjiang sind das Lammspieße. Etwas fettig, aber auf jeden Fall leckerer als die in Peking!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0194.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1626" title="DSC_0194" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0194-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0196.jpg"><img src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0196-150x150.jpg" alt="" title="DSC_0196" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1627" /></a>Man soll ja vor Ort immer das essen, was man vor Ort essen soll. In Xinjiang sind das Lammspieße. Etwas fettig, aber auf jeden Fall leckerer als die in Peking!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Null Uhr fünf in Urumtschi</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 07:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Knabe habe ich das Buch &#8220;Großer Tiger und Christian&#8221; von Fritz Mühlenweg verschlungen. Darin verschlägt es zwei Jungen von Peking nach &#8220;Chinesisch-Turkestan&#8221;. So hieß das Gebiet der Autonomen Region Xinjiang damals auf Deutsch.  Das heutige, reale Urumqi hat zwar nur wenig mit der Stadt aus dem Jugendbuch zu tun. Doch Xinjiang steht heute für viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0231.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-341" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0231-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Knabe habe ich das Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Gro%C3%9Fer-Tiger-Christian-Fritz-M%C3%BChlenweg/dp/3423703598/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;qid=1336641079&amp;sr=8-2" target="_blank">Großer Tiger und Christian</a>&#8221; von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_M%C3%BChlenweg" target="_blank">Fritz Mühlenweg</a> verschlungen. Darin verschlägt es zwei Jungen von Peking nach &#8220;Chinesisch-Turkestan&#8221;. So hieß das Gebiet der Autonomen Region Xinjiang damals auf Deutsch.  Das heutige, reale Urumqi hat zwar nur wenig mit der Stadt aus dem Jugendbuch zu tun. Doch Xinjiang steht heute für viele der Chancen und Probleme Chinas. <em>Boom-Blog</em> sieht sich vor Ort um.</p>
<p><span id="more-1624"></span></p>
<p>Als Fritz Mühlenweg in den 20er-Jahren die Mongolei und das Gebiet des heutigen Xinjiang bereist hat, lag hier eine eigene Welt. Er schrieb:</p>
<blockquote><p>Wer nach Zentralasien geht, muss die gewohnten Maßstäbe ablegen. Er sollte das Land betreten wie am ersten Schöpfungstag, als ob er keine Erfahrungen habe, die Menschen nicht kenne, und nicht einmal die Natur. Das Umlernen im Denken erfordert nicht nur Anpassungsfähigkeit. Dazu ist die Bereitschaft des Herzens notwendig.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0254.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-348" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0254-150x150.jpg" alt="Moschee in Urumqi" width="150" height="150" /></a>Sein Buch handelt von diesem Umdenken. Sowohl die chinesischen Hauptfigur als auch die deutsche Hauptfigur müssen sich umstellen: auf einen langsameren, menschlicheren Umgang miteinander, auf andere Rhythmen, auf den Einfluss des Islam.</p>
<p>Denn hier in Xinjiang mischen sich die Kulturen. Es liegt im äußersten Westen der Volksrepublik, von Peking aus gesehen schon wieder auf halbem Weg nach Europa. Ich bin heute viereinhalb Stunden lang geflogen, um herzukommen.</p>
<div id="attachment_343" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0237.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-343" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0237-150x150.jpg" alt="Linienplan an einer Bushaltestelle in Urumqi - auf Chinesisch und Uighurisch" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Linienplan an einer Bushaltestelle in Urumqi - auf Chinesisch und Uighurisch</p></div>
<p>Auf den ersten Blick sieht Urumqi genau aus wie jede andere chinesische Stadt. Dann fallen die zweisprachigen Beschriftungen  auf: In chinesischen Schriftzeichen und in der persisch-arabischen Schrift der Uighuren.</p>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0249.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-347 alignright" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0249-150x150.jpg" alt="Straßenstand in Urumqi" width="150" height="150" /></a>Nach und nach stellt sich dann der Blick auf die ethnischen Uighuren scharf, die im Straßenbild vielerorts die Minderheit bilden. Sie sehen mehr aus wie Türken als wie Chinesen.</p>
<p>Schließlich entdeckt der Besucher die vielen Moscheen, Basare und alten Sehenswürdigen, die Urumqi als Stadt aus dem türkisch-zentralsiatischen Kulturkreis ausweisen.</p>
<p>Urumqi ist fast 2000 Kilometer von der chinesischen Küste mit ihren bommenden Wirtschaftszentren entfernt. Sie befindet sich praktisch genau in der Mitte der eurasischen Landmasse (dafür gibt es in der Stadt sogar ein Monument).</p>
<p>Für die Einwohner der Gegend ist es sicherlich gut, dass sie angesichts dieser geographischen Verhältnisse nicht von der Welt abgeschnitten sind.</p>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0229.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-340" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0229-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In Urumqi finden sich (fast) die gleichen Ladenketten und die gleiche Hochhausarchitektur wie im übrigen China. Das Wirtschaftswachstum der rohstoffreichen Region ist hoch und liegt über zehn Prozent. Von dem bitterarmen Leben in Jurten, die Fritz Mühlenweg seinerzeit beschrieben hat, ist nichts mehr zu sehen. Dafür sind die Straßen von den gleichen guten Mittelklassewagen dominiert wie anderswo in China.</p>
<p>Doch es gibt auch zahlreiche Anzeichen dafür, dass die Gegend eben doch nicht zu Kernchina gehört. Es gilt Pekinger Zeit, doch die astronomische Zeit ist rund drei Stunden verschoben. Jetzt um 18 Uhr steht die Sonne noch hoch am Himmel. Wenn die Leute morgens zur Arbeit gehen, ist es noch Dunkel. In der Stadt ist eine erhebliche Sicherheitspräsenz zu merken, die mit Spannungen zwischen den Uighuren und den zugesiedelten Han-Chinesen zu tun hat.</p>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0235.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-342" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/DSC_0235-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In Xinjiang findet sich vielleicht die extremste Ausprägung der Spaltung zwischen den weniger entwickelten Westregionen und den Küstenregionen Chinas. Während an der Küste das Hochwachstum schon ausgereizt ist, kommt die Konjunktur hier erst richtig in Gang. Wir können gespannt sein, ob sich daraus eine neue Phase des chinesischen Wirtschaftswunders entwickelt.</p>
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		<title>Chinas Schlag gegen uns Korrespondenten</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 08:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Komisch, dass es gerade jetzt doch noch passiert. China hat zum ersten Mal seit den späten 90er-Jahren einem internationalen Journalistenkollegen die Arbeitserlaubnis entzogen. Melissa Chan hat seit 2007 für den arabischen Sender Al Jazeera gearbeitet. Jetzt haben die Behörden ihr die Verlängerung des Journalistenvisums verweigert. Das bedeutet nichts Gutes für die Modernisierung und die Pressefreiheit in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/Logo-Al-Jazeera.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-321" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/Logo-Al-Jazeera-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Komisch, dass es gerade jetzt doch noch passiert. China hat zum ersten Mal seit den späten 90er-Jahren <a href="http://www.aljazeera.com/news/asia-pacific/2012/05/201257195136608563.html" target="_blank">einem internationalen Journalistenkollegen die Arbeitserlaubnis entzogen</a>. Melissa Chan hat seit 2007 für den arabischen Sender Al Jazeera gearbeitet. Jetzt haben die Behörden ihr die Verlängerung des Journalistenvisums verweigert. Das bedeutet nichts Gutes für die Modernisierung und die Pressefreiheit in China.</p>
<p><span id="more-1621"></span></p>
<p>Melissa Chan hat offen und ehrlich aus China berichtet. Das mögen die Behörden nicht. Doch das alleine würde nicht reichen &#8211; es gilt für viele Journalisten hier. ihre Ausweisung hat noch einen anderen Hintergrund: Das englische Programm von Al Jazeera hatte im November eine Dokumentation ausgestrahlt, in der China sehr schlecht wegkam.</p>
<p>Der Rausschmiss ist in mehrfacher Hinsicht unlogisch und schädlich.</p>
<p>Melissa Chan hatte den kritischen Beitrag nicht selbst gemacht &#8211; er stammte von Kollegen, die aus Katar angereist waren. Sie wird also für eine angebliche Missetat in Sippenhaft genommen, die sie selbst gar nicht begangen hat.</p>
<p>Indem China die Berichterstattung im In- und Ausland unterdrückt, verschenkt es eine Chance, moderner zu werden. Die zweitgrößte Volkswirtschaft leidet stark unter Korruption und darunter, dass Gesetze und Regleln nicht für alle gelten. In der Provinz herrschen Fürsten wie der kürzlich gestürzte Bo Xilai nach Gutdünken. Der Ärger über Ungerechtigkeit wächst. Hier kann freie Berichterstattung helfen, die Beamten und Parteikader zu disziplinieren.</p>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/The-documentary-that-pissed-off-China.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-330" src="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/files/2012/05/The-documentary-that-pissed-off-China-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nachdem das jetzt gesagt ist, muss ich sagen, dass ich die Botschaft des <a href="http://shanghaiist.com/2012/05/08/watch_the_aljazeera_documentary_tha.php" target="_blank">umstrittenen Fernsehbeitrags</a> ebenfalls für unzutreffend halte. China praktiziere Sklaverei, heißt es dort. Eine schwere Anschuldigung gegenüber einer kommunistischen Regierung. Tatsächlich geht es nicht um Sklaverei, sondern um Straflager. Die Bedingungen dort sind schlimm genug, aber es handelt sich eben nicht um Sklaverei.</p>
<p>Wir Korrespondenten müssen unser Journalistenvisum jedes Jahr erneuern. Sonst dürfen wir von China aus nicht arbeiten. Tatsächlich müssen manche Kollegen immer wieder um die Verlängerung ihrer Pressekarte bangen.</p>
<p>Doch so weit wie diesmal ist der Staat schon lange nicht mehr gegangen. &#8220;Das ist das extremste Beispiel eines Musters, nach dem die Behörden die Visumspflicht nutzen, um westliche Medien zu zensieren&#8221;, sagt der<a href="http://www.fccchina.org/"> Verein der Auslandskorrespondenten (FCCC)</a>.</p>
<p>Im vergangenen Jahr war die Lage besonders angespannt. Der arabische Frühling hatte bei den Mächtigen in Peking die Angst vor einem Aufstand im eigenen Land geschürt. (Völlig überflüssigerweise, übrigens. Den Chinesen geht es gut. Sie motzen laut über hohe Preise oder Korruption, aber kaum jemand hier will eine Revolution.)</p>
<p>Wer damals über die Aufforderungen zu Demos ausführlich berichtet hatte, musste am Jahresende länger auf sein Visum warten. Doch am Ende haben alle Kollegen ihre Arbeitserlaubnis bekommen.</p>
<p>Bis auf Melissa Chan, die  nur ein vorläufiges Visum erhielt. Diese Aufenthaltsgenehmigung ist jetzt abgelaufen. Sie muss das Land verlassen und sich einen anderen Job suchen.</p>
<p>&#8220;Der FCCC sieht diesen Fall als schwere Bedrohung für die Möglichkeiten ausländischer Reporter, in China zu arbeiten&#8221;, kommentiert der Verein der Korrespondenten.</p>
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		<item>
		<title>Chen Guangcheng wird zum Blogthema</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 09:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der blinde Menschenrechtler Chen Guangcheng sitzt in einem Krankenhaus in Peking fest. Die Behörden wollen, dass er in seine Heimat Guangdong zurückkehrt &#8211; doch dort drohen ihm neue Misshandlungen. Von der Lage am Chaoyang-Hospital berichte ich in meinem Blog auf Handelsblatt.com. Doch Chen wird zunehmend auch Thema der chinesischen Blogosphäre.  Der Chefredakteur der staatlichen Zeitung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1617" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0176.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1617" title="DSC_0176" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0176-150x150.jpg" alt="Chaoyang-Hospital in Beijing" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Chaoyang-Hospital in Beijing</p></div>
<p>Der blinde Menschenrechtler Chen Guangcheng sitzt in einem Krankenhaus in Peking fest. Die Behörden wollen, dass er in seine Heimat Guangdong zurückkehrt &#8211; doch dort drohen ihm neue Misshandlungen. Von der Lage am Chaoyang-Hospital <a href="http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/2012/05/03/chen-will-bei-clinton-mitfliegen/" target="_blank">berichte ich in meinem Blog auf Handelsblatt.com</a>. Doch Chen wird zunehmend auch Thema der chinesischen Blogosphäre. <span id="more-1616"></span></p>
<p>Der Chefredakteur der staatlichen Zeitung &#8220;Global Times&#8221;, Hu Xijin, hat sich in einem <a href="http://www.weibo.com/huxijin" target="_blank"><del>Twitter-</del>Mikroblog-Eintrag zu dem Thema geäußert</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Alle Seiten sollten im Fall Chen umdenken. Eigentlich spielt er sich auf Dorfebene ab, doch die jüngsten Ereignisse haben ihn internationalisiert. Es ist unmöglich, dass hier eine Lösung gelingt: Man misst die Verhältnisse im ländlichen China an den Maßstäben des Landes mit dem höchsten Menschenrechts-Niveau der Welt. Chinas Behörden sollten die Fähigkeit erlangen, mit anspruchsvoller Kritik umzugehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Eintrag hat über tausend Netizens zu Kommentaren angeregt. Viele halten Hu für zu staatstragend. Was er natürlich auch ist, denn er schreibt im Auftrag des Propagandaministeriums. Sein progressive Haltung &#8220;die Behörden müssen sich Kritik gefallen lassen&#8221; ist dafür schon wieder bemerkenswert.</p>
<p>Wer nicht gerade zum Staatsapparat gehört, muss sich Mühe geben, die Zensur zu umgehen. Selbst Hu schreibt &#8220;von der blinden Person namens Chen&#8221;.</p>
<p>Die Phrase, die gestern noch der Anker für Bloggerei zu Chen war, lautete: &#8220;Zixing Likai&#8221; &#8211; &#8220;Ich verließ (den Ort) aus eigenem Antrieb.&#8221; Denn es hatte anfangs geheißen, Chen habe die US-Botschaft &#8220;aus eigenem Antrieb&#8221; verlassen.</p>
<div id="attachment_1619" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0175.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1619" title="DSC_0175" src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0175-150x150.jpg" alt="Medienmeute vor dem Chaoyang-Hospital, wo Chen praktisch gefangen ist." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Medienmeute vor dem Chaoyang-Hospital, wo Chen praktisch gefangen ist.</p></div>
<p>Dabei war klar, dass er mit mehr oder weniger Druck gezwungen wurde, zu gehen. Die Netzgemeinde brach sofort in Spott aus. &#8220;Heute war ich auf der Toilette. Ich verließ sie aus eigenem Antrieb&#8221; &#8211; oder: &#8220;Ich war heute im Supermarkt einkaufen. Ich verließ ihn aus eigenem Antrieb&#8221; nutzten das neue geflügelte Wort, um auf humorvolle Weise Unterstützung für Chen auszudrücken.</p>
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		<title>Neues Kunstwerk in Sanlitun Village</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 05:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Finn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[On the go]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0171.jpg"><img src="http://peking-total.de/wp-content/uploads/2012/05/DSC_0171-150x150.jpg" alt="" title="" class="attachment" /></a></div>
<p></p>
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