Besuch beim Getränkehersteller Wahaha

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Coca-Cola will die Welt erobern, Nestle kommt dicht dahinter. Doch der größte Getränkemarkt der Welt hat ein Bollwerk gegen den amerikanisch-europäischen Brausimperialismus: Wahaha. So heißt der größte Softdrinkhersteller des Landes. Einige Eindrücke.image

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Tolle Unterkunft in Hangzhou: Dahua Hotel

Direkt am Südufer des berühmten Westsees in Hangzhou liegt das Dahua-Hotel. Es ist nicht ganz billig, aber die Lage mit Blick über den geheimnisvollen Dunst des Sees ist sensationell, zudem ist es umgeben von netten Cafes und Restaurants am Seeufer.

Der Läden ist luxuriös und freundlich, doch eher auf chinesische Touristen ausgerichtet. Es gibt beim Frühstück keinen Kaffee und das Personal spricht besser Chinesisch als Englisch.

Dafür ist das Essen am Seeufer wirklich lecker.

Deutschland hat keinen Fünfjahresplan

Verwirrung bei jungen chinesischen Klimaexperten im Gespräch mit deutschen Kollegen: Deutschland hat wirklich keinen Masterplan aus Berlin, der den Ländern und Gemeinden vorschreibt, welche Zahlenziele sie erreichen sollen.

Kopfschütteln. In Deutschland entscheidet jede Gemeinde selbst, wie umweltfreundlich sie sein will. Trotzdem übertrifft das ganze Land die nationalen Rahmenziele.

“Bottom up” nennt der deutsche Botschafter das.

Chinas Interesse an Deutschlands Erfahrung mit Kohle

Immer noch auf der Klima-/Städtebaukonferenz in Hangzhou. Der Bürgermeister von Bottrop, Bernd Tischler, hat gerade zum Wandel der Wirtschaft in seiner Stadt gesprochen.

Die chinesischen Teilnehmer haben riesiges Interesse am Wandel von Kohle zu sauberer Industrie im Ruhrgebiet. Viele Gegenden in China stehen vor ähnlichen Problemen, wie Deutschland sie seit den 80er-Jahren zu lösen versucht.

Klimawandel am Westsee in Hangzhou

In Hangzhou nehme ich an einer Koferenz zu umweltfreundlicher Stadtplanung teil. Sie ist organisiert von der Mercator-Stiftung zusammen mit der Allchinesischen Jugendliga.

Die Stadt bietet viele tolle Beispiele dafür, wie man es besser machen kann. An jeder Ecke findet sich eine Station mit kostenlosen Leihfahrrädern – bald sollen es 100.000 sein. Außerdem sind fünf neue U-Bahnlinien im Bau.

Dreckige Industrie hat die Stadt mit hohen Steuern vertrieben und damit zu einem modernen, klimaschonenden Neuaufbau gezwungen.

Viele Ideen hier würde ich auch Peking empfehlen: die Räder, die elektrischen Minibusse, die neuen Stadtzentren, die Leben und Arbeiten verbinden.

Wer sich aus deutschen Mainstream-Medien informiert, unterschätzt mit Sicherheit, wie viel China schon für den klimafreundlichen Umbau von Wirtschaft und Städten tut.

Lammfleischspieße in Xinjiang

Man soll ja vor Ort immer das essen, was man vor Ort essen soll. In Xinjiang sind das Lammspieße. Etwas fettig, aber auf jeden Fall leckerer als die in Peking!

Null Uhr fünf in Urumtschi

Als Knabe habe ich das Buch “Großer Tiger und Christian” von Fritz Mühlenweg verschlungen. Darin verschlägt es zwei Jungen von Peking nach “Chinesisch-Turkestan”. So hieß das Gebiet der Autonomen Region Xinjiang damals auf Deutsch.  Das heutige, reale Urumqi hat zwar nur wenig mit der Stadt aus dem Jugendbuch zu tun. Doch Xinjiang steht heute für viele der Chancen und Probleme Chinas. Boom-Blog sieht sich vor Ort um.

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Chinas Schlag gegen uns Korrespondenten

Komisch, dass es gerade jetzt doch noch passiert. China hat zum ersten Mal seit den späten 90er-Jahren einem internationalen Journalistenkollegen die Arbeitserlaubnis entzogen. Melissa Chan hat seit 2007 für den arabischen Sender Al Jazeera gearbeitet. Jetzt haben die Behörden ihr die Verlängerung des Journalistenvisums verweigert. Das bedeutet nichts Gutes für die Modernisierung und die Pressefreiheit in China.

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Chen Guangcheng wird zum Blogthema

Chaoyang-Hospital in Beijing

Chaoyang-Hospital in Beijing

Der blinde Menschenrechtler Chen Guangcheng sitzt in einem Krankenhaus in Peking fest. Die Behörden wollen, dass er in seine Heimat Guangdong zurückkehrt – doch dort drohen ihm neue Misshandlungen. Von der Lage am Chaoyang-Hospital berichte ich in meinem Blog auf Handelsblatt.com. Doch Chen wird zunehmend auch Thema der chinesischen Blogosphäre.  Weiterlesen »

Neues Kunstwerk in Sanlitun Village

Schule verbietet Gespräche zwischen Jungen und Mädchen

Chinesische MittelschülerLernen ist wichtig. Aber ist es so wichtig, dass im Schülerleben daneben nichts anders übrig bleiben soll? Eine Mittelschule in Ostchina hat Liebeleien zwischen ihren Zöglingen jetzt rundheraus verboten. Das störe bloß den Lerneifer, lautet die Begründung.  Weiterlesen »

Der Wahnsinns-Automarkt

Auf der Pekinger Automesse. Die Hersteller zeigen noch mehr Luxusautos – obwohl man meinen müsste, dass es davon in China schon viel zu viele gibt. Neulich fuhr ich mit meinem Rad zwischen einem Porsche Panamera und einem Ferrari. In Peking ist das nicht selten.

Immerhin zeigt die Automesse auch viele Elektroautos, die in naher Zukunft zum Riesengeschäft werden sollen. Besonders weit sind schon Daimler und der chinesische Anbieter BYD, die hier ihr Batterieauto “Denza” gemeinsam vorstellen.

Die größte politische Krise seit Tiananmen?

Viele westliche Journalisten (darunter ich selbst) nennen die Affäre um den gestürzten KP-Star Bo Xilai die größte politische Krise Chinas seit den Ereignissen um den Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989.

Doch bei diesem Vergleich versteht sich eigentlich von selbst: Selbst wenn sie als die größte Krise seit damals gilt, reicht der aktuelle Skandal nicht an die tiefgreifenden Ereignisse von damals heran.

Damals versammelten sich Millionen von Menschen im ganzen Land zu Demos. In der KP in Peking rollten Köpfe. Die Armee schoss auf die eigenen Zivilisten. Die Welt hatte Grund, den Atem anzuhalten.

Heute hat die KP alles unter Kontrolle. Es ist bloß die Frau eines Provinzpolitikers wegen eines Verbrechens angeklagt.

Die aktuelle Krise reicht also in ihrer Dimension bei weitem nicht an 1989 heran.

Zustelldienst bei der Arbeit

So sortiert ein Mann von einem kleineren Kurierdienst gerade vor meinem Haus einige Pakete. Kein Wunder, dass ab und an etwas verschwindet.

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